Fassadendämmung aus Holz oder anderen Materialien

A = Mauerwerk
B = Grundlattung
C = Wärmedämmung
D = diffusionsoffene, wasserabweisende Bahn/Folie
E = Traglattung
F = Luftschicht
G = Außenschalung

In  den  letzten  Jahren  ist  ein  klarer  Trend  zu  Fassadenbekleidungen  in  Holz    festzustellen.  Nebst  der geeigneten  Wahl  der  Holzart,  Brettprofile,  Verlegerichtungen  (i.d.R.  vertikal  oder  horizontal),  Farbbeschichtung  etc.  spielt  für  die  qualitativ  einwandfreien  Ausführung  einer  Fassadenbekleidung,  auch  die Unterkonstruktion und die Befestigung der Schalungen eine wesentliche Rolle.

 

Aussenbekleidungen müssen i.d.R. vollflächig hinterlüftet sein. Im Normalfall gelangt dampfförmiges Wasser vom Innenraum durch die Wandkonstruktion und zum anderen kann tropfbares Wasser durch Anschlüsse,Fugen etc.
zwischen Bekleidung und Unterkonstruktion eindringen. Der Hinterlüftungsraum dient primär der Abführung von solchen Feuchteanreicherungen. Zusätzlich bewirkt eine funktionierende Hinterlüftung, dass im Sommer der Wärmedurchgang von Aussen nach Innen verzögert wird.

 

Der Abstand der Bekleidung zur darunterliegenden Schicht ist in Abhängigkeit des Bekleidungssystems, der verwendeten Matarialiensowie des Abstandes zwischen Be
- und Entlüftungsöffnungen zu wählen und muss mindestens 20 mm
betragen. In Abhängigkeit der Befestigungsmittel für die Bekleidungen resultieren,  Mindestlattendicken von 27 mm bzw. 35 mm.
Bei offenen Fassadenbekleidungen muss der Abstand mindestens 40 mm betragen.
Nur in Ausnahmefällen, kann in Absprache mit dem Bauphysiker, bei bestimmten Wandaufbauten auf eineHinterlüftungsebene verzichtet werden.
Der Hinterlüftungsraum benötigt Be- und Entlüftungsöffnungen. Der freie Querschnitt derselben mussmindestens die Hälfte des Querschnittes des Hinterlüftungsraumes, jedoch mindestens 100 cm2 pro
Laufmeter, betragen und gleichmässig verteilt sein. Querschnittsverminderung
en durch Lochbleche, Gitteroder dgl. sind zu berücksichtigen.
Durch konstruktive Massnahmen (Gitter; Lochbleche etc.) ist das Eindringen von Kleintieren wie Mäuse und dergleichen in den Hinterlüftungsraum zu verhindern. Von Ausführungen aus Kunststoff ist, wegen der statischen Aufladung bzw. anziehen von Staub und Kleinpartikeln, abzuraten. Die Belüftungsöffnungen
resp.Lüftungsgitter o.ä. sind so anzuorden, dass diese sowohl in der Bauphase als auch während der Nutzungsdauer gereinigt und unterhalten werden können.